01 Etappe

Start in Sonthofen bei Sonne und noch „angenehmen Temperaturen“…

Wieder mal mehr als 1.100 austrainierte Radfahrer – erschreckend gut drauf und anscheinend mehr als motiviert. Die Teilnehmer werden mit Sicherheit – und das bestätigte sich bis zum Ende der Woche – jedes Jahr stärker.

Die Strecke… und der Rennverlauf…
Nach einer neutralisierten Fahrt bis nach Hindelang dann die Freigabe durch die Rennleitung am Beginn des Oberjochs.

Was jetzt beginnt ist wieder mal ein ambitioniertes Rennen bei dem es sich anfühlt als hätten alle um einen herum im Leben nichts anderes gemacht als trainiert. Das Niveau und das Tempo sind von Beginn an extrem hoch. 400 – 450 Watt um einigermaßen am Oberjoch mithalten zu können sind ein Muß.

Wir versuchen dabei zu bleiben. Die Kette auf die „linke“ Seite, die Frequenz hoch – ein ungläubiger Blick auf den SRM… – 350 bis 450 Watt und wir sind mit Sicherheit nicht die Schnellsten – mit Sicherheit auch nicht die Jüngsten.

In diesem Jahr sind wir in der MASTERS-Klasse bei den „Älteren“ dabei.
UND das zu schreiben macht richtig Angst   ;  )

Oberjoch, Tannheimer Tal, Alter Gaichtpass, Reute…
Nach Berwang hoch wird’s langsam warm und das Tempo läßt nicht nach. Die Gruppen bilden sich und die Zusammenarbeit funktioniert eigentlich ganz gut. Der Schnitt pendelt sich irgendwo bei über 30 km/h und die Watt bei 250 ein.

Wir halten uns Heute ein wenig zurück – wir wissen was kommt.
D.h. wir zeigen uns vorne nur relativ kurz – überlassen den Anderen die Arbeit.

Die Anderen sind in diesem Jahr sehr viele Teilnehmer aus der ganzen Welt.
Es fällt auf – der „Deutschsprachige“ ist nicht nur gefühlt in der Minderheit.

Amerikaner, Kanadier, Australier, West- und Osteuropäer, wirkliche Exoten und natürlich die engagierten Holländer und Belgier prägen das Feld und die Woche.

Über „Kelten“, „Namenlos“ gehts in eine kurze flache Passage – wobei uns ein taktischer Fehler unterlaufen ist, der sich zum Ende hin doch noch ausgewirkt hat.

Peter und ich hatten uns bei der Verpflegung 1 kurz aus den Augen verloren. Ich ging davon aus, dass er vor mir in einer Gruppe ist – er versuchte aber von hinten wieder an meine Gruppe heranzufahren. Nachdem ich sehr viel investiert hatte – keine Chance die vor mir Fahrenden einzuholen – beschloss ich den Versuch abzubrechen und auf die letzte Steigung zu setzen – ich war ehrlich gesagt aber auch schon im „roten“ Bereich.

Kurz vor dem Hahntennjoch dann die Überraschung – Peter doch wieder da…
Er hatte ebenfalls viel investiert und mit Hilfe einer Gruppe den Anschluß wieder herstellen können.

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Leider haben wir beide bei dieser Aktion sehr viel Energie „verschenkt“. Das Hahntennjoch dann von Beginn an richtig hart, steil, hohe Temperaturen…
Um uns herum nur ambitionierte Fahrer – „das Messer zwischen den Zähnen“ – die auch noch diesen Pass hinter sich bringen wollen.

Hart, härter… die Leistung immer an der Grenze, leider am heutigen Tag noch keine Hilfe durch Yara – d.h. die Getränke sind irgendwann zu Ende, die Gels aufgebraucht, bzw. irgendwann tut’s einfach nur noch richtig weh und der Pass nimmt kein Ende…

Zum Ende hin dann – und das ist jetzt nicht übertrieben…
Fahrer die zu Fuß unterwegs sind… das Rad schiebend, ein sicherlich austrainierter Typ aus Startblock A der sich kurz vor Erreichen des Passes noch schnell am Straßenrand übergibt und wir ziemlich am Limit.

Die Abfahrt dann in gewohnt hohem Tempo – froh die Zeitnahme dann irgendwann vor sich – und „durch“…

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Das war’s für Heute…

Platz 38 – wie in den letzten Jahren auch – sehr interessant…
Die Zeitabstände sind noch sehr gering

Morgen wird’s dann… der Streckenverlauf läßt es erahnen – richtig anstrengend.

 

Manfred Pastrelli Kamada

5 Comments

Peter S.
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Ich kann mich da nur anschliessen!!! Die Jungs drücken drauf das es einem ganz schwindelig wird. Es gibt keinen Moment in dem man etwas durchschnaufen kann und die Beine hoch nehmen kann. Hier wird jede Etappe so gerockt als ob es eine Eintagesveranstaltung wäre. Bin mal gespannt wie lange dieses Tempo bei der folgenden Hitze durchgehalten wird.
P.

Mario
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Hi ihr beiden, ein dramatischer Bericht. Ihr habt euch doch wacker geschlagen, da ist noch alles drin. Ruhig bleiben, nicht verrückt machenlassen! VG Mario

pe
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guter start und gut geschrieben, die st ja doch noch etwas energie fuers hirn uebrig. wenn hantenjoch noch nicht das ganz harte war, dann wuensch ich heut gute beine.

Tina Maria Werner
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GO Jungs GO!!!!!!!!!

Das wird – ihr zeigt es dieses Jahr nochmals allen. 🙂

Ich drücke die Daumen!

Klaus Bischof
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ich bin stolz mit euch “ spinnen “ zu dürfen

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